Deppensicher erklärt
Vielleicht sollte sich Josef Pröll daran ein Beispiel nehmen. Auf der Webseite Recovery.gov erklärt das US-amerikanische Finanzministerium im Grossen wie auch im ganz Kleinen, wohin die Aberbillionen an Konjunkturprämien, Banksubventionen und –garantien der Wiederaufbauprogramme tatsächlich fließen. Deppensicher werden da Zahlungsströme im Grossen erklärt und selbst die geografisch bekanntlich nicht sonderlich vorbelasteten Amerikaner dürften auf diesen Seiten die Anteile ihrer Region am großen Kuchen erkennen. Bis ins Detail und auf den Cent genau wird zudem Rechnung gelegt, wohin das Geld tatsächlich schon geflossen ist. Natürlich gibt’s die Möglichkeit, Verbesserungsvorschläge zu machen und möglichen Missbrauch der Gelder – anonym – zu melden. Solch Transparenz schafft aber auch durchaus beunruhigende Erkenntnisse: Nämlich jene, dass noch nicht einmal sechs Prozent des Gesamten Konjunkturbudgets – das ja schnelle Impulse zur Bremsung der Talfahrt geben sollte – verplant ist. Ökonomen befürchten daher, dass all das Geld erst zu wirken beginnt, wenn die Wirtschaft ohnehin Fahrt aufnimmt, also Mitte nächsten Jahres – und dann die Inflation (die 70er lassen grüssen!) dramatisch anheizt.
Im Grossen wie im Kleinen: Wohin fließt das ganze Staatsgeld?
