Die aktuelle Kaufkraft-Untersuchung der Statistik Austria kommt zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Wert des Euro ist in den letzten Monaten fast weltweit gestiegen. Besonders in den Heimmärkten österreichischer Unternehmen wirkt sich die Euro-Stärke aus. So ist die Gemeinschaftswährung (Stand Mai 2009) in Polen 149 Euro Wert (Mai 2008: 120 Euro), in Ungarn 166 Euro (Mai 2008: 143 Euro) – in Tschechien immerhin noch 153 Euro. Interessant: In der Slowakei bedingte die Euro-Einführung per 1. Januar gegenüber dem Vergleichkurs der Slowakischen Krone eine deutliche Verteuerung gegenüber Österreich (um knapp neun Prozent), wie die raschere Entwicklung der Konsumentenpreise (+2,6 Prozent).
Signifikante Kaufkraftgewinne ergeben sich aber auch für Nord- und Westeuropäische Länder wie Schweden (von 83 auf 100 Euro) sowie Grossbritannien, wo man für 100 Euro heute Waren im Gegenwert von 113 Euro bekommt (im Vorjahr war mit 103 fast Parität gegeben).
Als insgesamt preisgünstigstes Land gilt so wie im Vorjahr Mexiko mit einem Gegenwert von 181 Euro. Andere Überseedestinationen wie Japan (von 109 auf 86) und USA (von 137 auf 115 Euro) haben im Vergleich zum Vorjahr deutliche Kaufkrafteinbußen zu verzeichnen.
100 Euro auf Reisen – fast überall ist die Gemeinschaftswährung heuer mehr wert.
