Erinnern Sie sich, irgendwo gehört zu haben, dass die Raiffeisen Zentralbank Anfang Juli mit ihrem Versuch gescheitert ist, eine ungesicherte, nachrangige 500-Millionen-Euro-Anleihe durch eine andere mit geringerem Nennwert und viel höherem Coupon zu tauschen? Nein?! Kein Wunder – darüber wurde in heimischen Medien nicht berichtet. Denn sowohl das Ansinnen der Begebung als auch das Scheitern am Markt wirkt wie die Verzweiflungstat eines angeschlagenen Unternehmens und könnte einen veritablen Banken-Run auslösen. Besonders in englischsprachigen Medien machen längst Gerüchte über den Zustand von Raiffeisen die Runde – und freundlich sind sie nicht, wie der hervorragende Standard-Journalist Michael Frey in seinem Blog Krisenfrey berichtet. So wusste etwa die Financial Times schon am 1. Juli 2009 vom kompletten Fehlen von Investoreninteresse – trotz ungewöhnlich hoher Verzinsung. Es scheint, je weiter man sich geographisch und psychologisch vom Stadtpark (dem Standort von der RZB und der RI) entfernt, desto negativer wird die Einschätzung des Giebelkreuzes…
