Haben Sie schon von einmal von Bena-Riamba Kult gehört? Nein, das ist kein Geheimbund von Mitgliedern der Bena-Community. Oder kennen Sie gedoppelte Benas? Auch nicht? Wie stehts mit Almarich von Bena? Eines heissen Sommernachmittages haben wir uns m Netz so umgesehen, was alles bena ist – vom martialischen schwedischen Begriff für entbeinen bis hin zur US-Punk Rock Band sind uns bei der Einfachen Google-Suche rund 1,4 Millionen Einträge im weltweiten Netz unter gekommen. Der wohl berühmteste Bena der Geschichte dürfte dabei Amalrich von Bena sein. Der Philosoph an der Pariser Universität, war seiner Zeit voraus: Er formulierte, die Hölle sei nichts anderes als Unwissenheit. Glaube und Hoffnung seien überflüssig, nur das Wissen zähle. Für solch Gedanken wurde Bena – nach seinem Tode – als Ketzer verurteilt.
Gedoppelt – und Kult.
Doch zur gedoppelten Bena. Die Bena (aus lateinisch avena „Weizen; Rohr; Rohrpfeife“) ist ein traditionelles sardisches Blasinstrument mit einfachem Rohrblatt. Benas haben den charakteristischen, intensiven Klang. Das Rohrblatt wird beim Spielen ganz von der Mundhöhle umschlossen. Mehrere Rohre mit Band oder anderen Befestigungen zu gedoppelten Instrumenten verbunden – das sind gedoppelte Benas.
Schliesslich zum Bena-Riamba-Kult. Die Bena Riamba sind selbständige Clans von Bantu-Volksgruppen im Kongo. Bena Riamba oder Bena Moyo bedeutet „die, die das Leben haben“ oder „Söhne des Hanf“, denn Riamba oder Hemba meint „Hanf“. Diese Clans stellten noch bis in das 20. Jahrhundert Marihuana (Cannabis), das in Pfeifen geraucht wurde, in den Mittelpunkt eines die Gemeinschaft verbindenden Rituals. So sollte stundenlanges Hanfrauchen der Wahrheitsfindung dienen.
