Dossier: Euro

So teuer wie noch nie

Der Aussenwert des Euro steigt und steigt

Die europäische Gemeinschaftswährung ist so teuer wie noch nie: Der Aussenwert des Euro, gemessen an den 21 Währungen der wichtigsten Handelspartner (Details zur Gewichtung finden Sie hier), ist im Oktober auf einen neuen Rekordstand gestiegen. Im Vergleich zum Januar 2000 hat der Euro um 30,1 Prozent an Wert gewonnen – was Waren aus dem Euro-Raum um rund ein Drittel verteuert. Besonders signifikant die Schwankungen der letzten Monate: Alleine Seit Februar wertete der Euro um rund acht Prozent auf, wie die Europäische Zentralbank errechnet (Details und interaktive Chart finden Sie hier). Hintergrund der Entwicklung dürfte der Zinsunterschied zwischen den USA und Europa und die daraus resultierenden Carry-Trades sein, die wir zuletzt Mitte November hier beleuchteten. Doch Aufwärtsdruck kommt von allen Seiten. So berichtet die Financial Times Deutschland, dass chinesische Offizielle den Euro stark redeten. Hintergrund: Der US-amerikanische Druck auf China, den Yuan aufzuwerten. Je schwächer der Dollar sei, umso einfacher sei es, dem US-Druck schlussendlich nachzugeben und die chinesische Währung tatsächlich aufzuwerten, so die FTD in einem spannenden Hintergrundartikel. Dazu passend auch die Story des deutschen Wirtschaftsmagazins Focus: Das Magazin hat erfahren, dass eine hochrangige EU-Delegation noch vor Jahresende nach China reisen wird, um mit der chinesischen Regierung unter anderem über eine größere Wechselkursflexibilität zu sprechen. Neben EU-Währungskommissar Joaquin Almunia soll auch EZB-Präsident Trichet an den Gesprächen teilnehmen.

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