Banken leihen teurer als Unternehmen

Banken leihen derzeit um 0,35 Prozent teurer als „normale“ Unternehmen

Banken leihen derzeit um 0,35 Prozent teurer als „normale“ Unternehmen

Ein wirklich spannendes Stück hat der Blog cashkurs.com des deutschen Aktiengurus Dirk Müller (der als personifizierter Mr. Dax die Bilder für Crash und Boom an der Frankfurter Börse abgab) geliefert: Die Experten stellen dort nämlich fest, dass  die Verwerfung bei den Finanzinstituten – völlig abseits der öffentlichen Aufmerksamkeit – in den letzten Monaten dramatisch schlimmer geworden sind. Denn während sich die Risikoprämien (also Aufschläge zum Basiszinssatz) sowohl für den nichtfinanziellen Sektor als auch für die Banken deutlich erhohlt haben, hat sich die Ordnung der Spreads gedreht. Banken zahlen weitaus höhere Risikoaufschläge als „normale“ Unternehmen. Die Differenz erreicht, wie Blogger Müller feststellt, wöchentlich neue Rekordstände, aktuell berägt sie knapp 35 Basispunkte. Damit stellt sich das Geschäftssystem der Banken völlig auf den Kopf: Ein rentables Verleihen von Finanzinstituten an Unternehmen ist nicht mehr möglich, wenn sie höhere Risikoaufschläge bezahlen müssen als die Unternehmen an die sie verleihen. Fazit: Banken müssen (derzeit besonders!) spekulieren, um Renditen zu erwirtschaften. Wie sehr das in die Hose gehen kann, ließ sich in den vergangenen Jahren schön beobachten.

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