Manager-Gehälter im Vorjahr dramatisch gesunken

Gehaltsverlierer 2009: Erste-Bank-Chef Treichl muss ein Minus von 56 Prozent hinnehmen.

Banker verdienen viel weniger, Manager in der Realwirtschaft deutlich weniger, aber staatsnahe Manager weitaus mehr als Im Vorjahr: Das ist das Fazit der Gehaltsabschläge, die die Wirtschaftskrise bei den Gehältern von Österreichs größten Unternehmen hinterlassen hat. Insgesamt verdienten die Vorstände der börsennotierten Unternehmen (diese sind – aufgrund der Veröffentlichungspflicht – einfach zu eruieren) im Vorjahr im Gesamtschnitt um 20 Prozent weniger als 2008. Banker ließen die meisten Federn: So musste Andreas Treichl (Erste-Bank) ein Minus von 56 Prozent hinnehmen. Auch Raiffeisen International-Chef Herbert Stepic und seine Kollegen verdienten weniger – ihr Gehalt sank von 9,3 auf 5,0 Millionen Euro. Rechnet man die Gehälter der drei Finanzkonzerne weg, würde der Rückgang bei den ATX-Vorstandsgehältern jedoch nur fünf Prozent betragen. Doch auch dieses Bild schein verzerrt: Denn besonders staatsnahe Unternehmen genehmigten sich im Vorjahr einen ordentlichen Schluck aus der Pulle: So darf sich der Vorstand der Post über einen Gehaltssprung von knapp 42 Prozent freuen, Und auch noch zwei andere Konzerne, bei denen die öffentliche Hand beteiligt ist, zahlen ihrem Management mehr Geld. Die Flughafen Wien-Chefs haben ein Plus von sieben Prozent und der OMV-Vorstand immerhin vier Prozent Gesamtplus zu verzeichnen. Interessantes Detail: OMV-CEO Wolfgang Ruttenstorfer verdient mit 2,5 Millionen  mehr als der gesamte Vorstand der Telekom Austria.

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