Sommerserie: Grottenschlechte Werbung

Diesmal ist es weniger das Sujet oder die Idee, sondern der Hintergrund, der das abgelieferte Werbestückchen peinlich macht: Vor wenigen Tagen hat ein Kolumnist des deutschen Medienmagazins (mit Österreichischem Ableger) Horizont die angeblichen Kunden des Business-Netzwerkes Xing, die in den Sujets des Unternehmens auftauchen als Mitarbeiter enttarnt. „Xing tritt hier mit Chuzpe vor das breite Publikum: Die zufriedenen Damen und Herren in der Xing-Werbung sind nämlich allesamt  angestellte Mitarbeiter des sozialen Netzwerkes“, schreibt der Horizont-Kolumnist „Spießer Alfons“. In der Kampagne treten die Testimonials als Hazel A. oder Florian S. an. Ein wenig Recherche bei Xing genügt aber, um sie als Mitarbeiter des Netzwerkes zu identifizieren. Die Leser im Blog schwanken in ihren Reaktionen zwischen Empörung und Schadenfreude. Beinahe schon sachlich neutral ein Statement zu Xing in den Kommentaren: „Erstes Semester Marketing. Setzen. Sechs.“

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